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#HonkForHope: Auf ein Wort mit Alexander Ehrlich

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Alexander Ehrlich ist Buslogistikunternehmer aus Wien, politischer Aktivist und Vorsitzender der pan-europäische Initiative #HonkforHope. Bei Reiner Wein erklärt Ehrlich, wie sich sein anfänglicher Versuch, das europäische Busgewerbe vor dem ökonomischen Untergang durch die Anti-Corona-Maßnahmen zu retten, in politischen Aktivismus wandelte. Das Virus wurde zur Nebensache, für Ehrlich geht es längst ums Ganze.


Honk for hope – Im Gespräch mit Alexander Ehrlich. (Quelle: YouTube/Idealism Prevails)

Durch die Anti-Corona-Maßnahmen, die zu einer signifikanten Einschränkung des Reiseverkehrs führten, verzeichneten Busunternehmen einen Umsatzrückgang von bis zu 97,5 Prozent, wie Alexander Ehrlich sagt.

#HonkForHope und Berlin

Obwohl er selbst kein Busunternehmer ist, erkannt er die Notwendigkeit, seine langjährigen Geschäftspartner zu unterstützen. Dafür gründete er die Initiative #HonkforHope, ein Zusammenschluß von Buslogistikern, Busunternehmen, Busverbänden, Busfahrern, Reisebüros, Gästeführern, Reiseleitern und anderen Akteuren des Busreisegewerbes. Denn um den ökonomischen Niedergang der Branche zu verhindern, “müssen die Busse rollen”, so seine Überlegung.

In Deutschland und Österreich wurden Petitionen zur Rettung des Busgewerbes gestartet; diese fanden jedoch kaum Unterstützung in der Bevölkerung, die Regierungen konzentrierten ihr Engagement auf Großunternehmen.

Wirklich politisch aktiv wurde Ehrlich aber erst, als er in Deutschland den Bustransfer von Demonstranten und Querdenkern organisierte, die gegen die Anti-Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen. Eindringlich wurde ihm davon abgeraten, wie Alexander Ehrlich sagt, vor allem auch von Mitgliedern der #honkforhope-Initiative. Getan hat er es trotzdem.

Nach zwei Testfahrten, bei denen ihm von den Fahrern bestätigt wurde, dass die Teilnehmer einen Querschnitt der deutschen Bevölkerung abbilden und keineswegs rechtsextreme oder gewaltbereite Menschen sind, erklärte sich Alexander Ehrlich bereit, die Logistik für die Demo “Das Ende der Pandemie – Der Tag der Freiheit” am 1. August 2020 in Berlin abzuwickeln.

Die Demo wurde von der Initiative Querdenken 711 organisiert und führte die Bundesrepublik an eine alles beherrschende Frage: Wie viele Menschen haben in Berlin demonstriert? Die genannten Zahlen könnten nicht unterschiedlicher sein. Staatsorgane sprachen von 20.000 Teilnehmern. Diese Angabe übernahmen die Medien. In den sozialen Netzwerken wurde von einigen Hunderttausend bis zu einer Million und mehr Protestlern berichtet.

Der politische Aktivismus

Nach den Ereignissen am 1. August und der tendenziösen Berichterstattung über die Demo und die Teilnehmer, die zum Beispiel pauschal als Corona-Leugner oder Nazis diskreditiert wurden, begann Alexander Ehrlich, Politik und Medien insgesamt zu hinterfragen. Gedankliche Impulse gab ihm die Friedensaktivistin Doreen Schneider.

Es kam innerhalb von #HonkforHope zur Spaltung: Einige Mitglieder schwenkten auf die verordnete Regierungslinie ein, Alexander Ehrlich und andere lehnen die “Neue Normalität” (die ohne Reisen scheinbar auskommt) sowie die nach ihrem Verständnis übertriebenen Maßnahmen gegen das Virus und vor allem die Einschränkungen der Grund-, Bürger- und Freiheitsrechte ab.

Für Ehrlich ist es auch kein Zufall, dass Großbetriebe von der Krise wirtschaftlich profitieren, während kleine und mittelständische Unternehmen vor der Insolvenz stehen oder schon tot sind. Im Busgewerbe hätten beispielsweise nur bestimmte (meist größere) Unternehmen Staatshilfe erhalten, während insbesondere Familienbetriebe auf der Strecke blieben.

Friedlich für Frieden und Gerechtigkeit

Alexander Ehrlich geht davon aus, dass sich nicht nur Österreich auf dem Weg in einen totalitären Staat befindet. Die Verordnungsflut, die an den Parlamenten vorbei erfolgt, und von denen zahlreiche als verfassungswidrig eingestuft wurden, sei von wirtschaftlichen Interessen gelenkt. Die Grund-, Bürger- und Freiheitsrechte würden zurückdrängt, während gleichzeitig bestimmte Personenkreise ihren Reichtum mehren.

Das Mittel zur Durchsetzung dieser Interessen sei die Angst der Menschen vor einem Virus – ohne dabei die vielen Opfer der Maßnahmen im Blick zu haben. Das Ziel der Friedensbewegung sei es, diese Tendenzen aufzuhalten, Frieden und Freiheit für alle Menschen zu bewahren und die drohende Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Jene, die zu Gewalt aufrufen oder eine intolerante Haltung an den Tag legen, hätten für ihn in der Friedensbewegung deshalb auch keinen Platz – unabhängig davon, ob diese politisch links oder rechts verortet würden. Rechte seien in der Friedensbewegung ohnehin kaum anzutreffen.

Weitere Themen des Gesprächs bei Reiner Wein sind die im ‘Salzburger Fundament’ festgehaltenen Werte der Friedensbewegung, die Ausübung politischer Macht durch Kapital und Parteien und die zwingende Notwendigkeit, Politik und Medien zu verändern.


Über unseren Gast

Reiner Wein Politischer Podcast Wien Gast Alexander Ehrlich

Alexander Ehrlich ist ein österreichischer Unternehmer, politischer Aktivist und engagiert in der Friedensbewegung. Er stammt aus Mayerling im Wienerwald. Sein Vater leitete dort ein Hotel-Restaurant, das als touristisches Traditionsunternehmen über mehrere Generationen im Familienbesitz war. Alexander Ehrlich besuchte die Volksschule und anschließend in Wien die Theresianische Akademie.

Nach der Matura studierte er Übersetzer- und Dolmetscherausbildung an der Universität Wien und absolvierte parallel eine Berufsausbildung für das Fremdenführergewerbe am Wirtschaftsförderungsinstitut. Durch den Stadtspaziergang “Geister, Gespenster und Vampire – gruseliges Wien” wurde er national und international bekannt. Er war Mitbegründer der Plattform “AHRE Austria Guide”, aus der indirekt das Unternehmen City Tours Reisebüro Ehrlich OG (heute “City Tours GmbH”) hervorging.

Als Reaktion auf die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung gründete er mit anderen die Initiative #HonkforHope, um das europäische Busgewerbe vor dem wirtschaftlichen Kollaps zu retten. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite www.honkforhope.eu.


Fotos und Video: Idealism Previals und Reiner Wein

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Redaktion von "Reiner Wein", dem politischen Podcast aus Wien.
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